Na endlich! Nach sage und schreibe 15 Pflichtspielen ohne Sieg hat der DSC endlich wieder gewonnen. Gegen den VfL Pirna-Copitz gelang am Donnerstagabend ein dringend notwendiges 2:0. Sonderlich schön war es allerdings nicht, was die 372 Zuschauer im Heinz-Steyer-Stadion zu sehen bekamen.
Denn während sich der Tabellenletzte aus Pirna über weite Strecken des Spiels hinten einigelte, war den Friedrichstädtern von der ersten Minute an anzumerken, wie groß der Druck war. So hatten die Schwarz-Roten zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und ließen Copitz kaum in die eigene Hälfte kommen – nach vorne ging aber über weite Strecken nichts.
Die erste gute Chance sahen die Zuschauer erst nach 26 Minuten, als Emilio Rau mit drei Direktpässen freigespielt wurde, seine Direktabnahme jedoch über das Tor setzte. Wenig später war es dann aber soweit: Der deutlich formverbesserte Kevin Urbannek zog nach 33 Minuten in der Mitte der gegnerischen Hälfte ein Stück nach innen und fand dann mit einem Zuckerpass durch die Abwehrlinien den gestarteten Farai Elmadbouk, der frei ins lange Eck traf.
Direkt mit Wideranpfiff hätte es fast wieder geklingelt, als der DSC nach dem Pirnaer Anstoß sofort Druck machte und den Ball eroberte, doch Kevin Urbannek bekam den Ball nicht aufs Tor. Ansonsten tat sich die DSC-Offensive gegen die physisch starken Copitzer, die meist mit 8 Man in und um ihren Strafraum standen schwer, Chancen zu kreieren.
Hinten hatte der DSC alles im Griff. Lediglich ein Ballverlust von Marius Kuhl an der Grundlinie sorgte kurz für Schrecksekunden, doch der Pirnaer Angreifer bekam nur einen Kullerball aus spitzem Winkel hin. Gleich zwei DSC-Verteidiger standen bereit, um den Ball weit vor dem Tor abzufangen.
So ging es mit einem hochverdienten aber eigentlich zu knappen 1:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel arbeitete der DSC weiter am 2:0, die zunächst beste Chance vereitelte Pirnas Keeper Tom Tippner nach einer Ecke. Pirna investierte jetzt zumindest etwas mehr nach vorne, konnte den DSC aber nicht in Schwierigkeiten bringen. So zerfaserte das Spiel nach knapp einer Stunde etwas. Der DSC riskierte zu wenig und verpasste es auch, die vielen Ballverluste der Copitzer in gefährliche Angriffe umzumünzen.
Erst nach rund 75 Minuten kam wieder mehr Schwung ins Spiel. Der eingewechselte Pierre Scheiblich scheiterte mit einem starken Kopfball erneut an Tippner, ansonsten war immer wieder ein Pirnaer Abwehrspieler dazwischen und der DSC zu ungenau. Copitz bot zwar mit teils haarsträubenden Fehlern im Spielaufbau viel an, der DSC nahm die Geschenke aber nicht an.
So blieben die Gäste am Leben und fast hätte sich das noch gerächt. Zwei Copitzer Ecken konnte der DSC noch sicher klären. Und kurz vor Schluss musste Marius Kuhl dann tatsächlich noch einmal eine Glanzparade auspacken, um die beste Pirnaer Chance des Spiels zu entschärfen.
So setzte Kevin Urbannek in der Nachspielzeit den Schlusspunkt. Einmal mehr brachte ein DSC-Spieler den Fuß in den Copitzer Spielaufbau. Pirnas letzter Mann wollte noch per Kopf klären, legte damit aber unfreiwillig für Kevin Urbannek vor, der allein vor dem Keeper cool blieb und zum 2:0 vollendete.
Mit dem Sieg schafft der DSC zumindest bis zum Wochenende den Anschluss an Markranstädt, Thalheim und Lipsia, muss in gut einer Woche aber dringend nachlegen. Dann geht es nach Chemnitz.
Wer das Spiel noch einmal hören möchte, findet es im Archiv.
Dresdner SC: Kuhl – Elmadbouk, Nguyen, Hot, Schickor, Rau – Weigel (68. Scheiblich), Lehmann (65. Telle) Goncalves Franco (37. Danz), Urbanek (90.+3. Nitzsche) – Groth (89. Börner)
VfL Pirna-Copitz: Tippner – Krause, Eisoldt (23. David), Glöß, Fischer (58. Unger, 73. Naacke)), Pammler – Hahn (73. Schröder), Kärger, Kaiser – Meister, Rothenburger (58. Liebing)
Tore: 1:0 Elmadbouk (33. Min), 2:0 Urbanek (90.+3. Min)
Zuschauer: 375

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