1:4 gegen Tapfer Leipzig – beim DSC kippt die Stimmung

Mit 1:4 hat der Dresdner SC das Heimspiel gegen den bisherigen Tabellenvorletzten Tapfer Leipzig verloren. Nach gutem Beginn zeigten die DSC-Kicker über weite Strecken eine katastrophale Leistung, die am Ende auch zu deutlichem Unmut auf der Tribüne führte.

 

DSC-Coach Andre Heinisch musste beim ersten kleinen Abstiegs-Endspiel neben dem immer noch gesperrten Farai auch auf Paul Augustin, Moritz Mann, Justin Börner und Kevin Groth verzichten. Allerdings mussten auch die Leipziger nicht in Bestbesetzung antreten. Dort fehlt mit Philipp Sauer der absolute Unterschiedspieler.

 

Vor 237 Zuschauern begann der DSC perfekt. Nach 7 Minuten wurde Lucas Danz im Strafraum freigespielt. Und sein präziser Abschluss traf ins lange Ecke: Endlich mal wieder ein 1:0. Die Führung gab dem DSC zunächst auch mehr Sicherheit. Doch mehrfach vergaben die DSC-Angreifer gute Chancen auf das 2:0.

 

Doch dann brach das Unheil über den DSC herein. Nach 19 Minuten hob Felix Beiersdorf einen Freistoß für Tapfer sehenswert ins Tor. Und als der an diesem Tag völlig neben sich stehende Gabo nach 24 Minuten in der eigenen Hälfte völlig unnötig gegen drei Mann ins Dribbling ging und nach Ballverlust reklamierend stehen blieb, reichte den Leipzigern ein Querpass zum 1:2.

 

Der DSC war jetzt völlig von der Rolle. Offensiv fanden de Friedrichstädter gar nicht mehr statt. Die komplett biederen Gäste konnten das Spiel problemlos kontrollieren. So ging es mit einem lautstarken „Wir wollen euch kämpfen sehen“ von den DSC-Fans in die Pause.

 

Die zweite Hälfte begann mit einigen guten aber nicht zwingenden DSC-Angriffen. Doch wieder traf Tapfer. Nahezu unbedrängt konnte Leipzig sich in unseren Strafraum spielen. Und wieder reichte ein Querpass, und es stand 3:0 nach 54 Minuten. Zu allem Überfluss holte sich Dzenan Hot zwei Minuten später Gelb wegen Meckern und noch mal zwei Minuten später Gelb-rot für ein Allerweltsfoul.

 

Es klingt paradox: Aber bei noch 30 Minuten in Unterzahl mit 1:3 auf der Anzeigetafel: Das Spiel hätte noch nicht verloren sein müssen. Ein schneller Anschlusstreffer, eine echte Reaktion der Mannschaft: Gegen furchtbar limitierte Leipziger wäre noch was drin gewesen. Aber die Reaktion kam nicht.

 

Der DSC fand weiter nicht zu sich, hatte vorne Null Ideen. Die beiden größten Chancen (Lehmann schoss freistehend vorbei, Urbanek traf die Latte) waren Zufallsprodukte. Weitgehend schob sich der DSC hinten den Ball zu und hatte Glück, dass Tapfer kein Interesse mehr hatte, am Spiel teilzunehmen.

 

Und als die Gäste dann doch mal kurz ins Pressing gingen, stand es 4:1. Der DSC bekam den Ball hinten nicht sauber raus, wieder gingen drei Leipziger unbedrängt in unseren Strafraum, Querpass, Tor.

 

Am Ende hatte der DSC Glück und Marius Kuhl, so dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Unsere Mannschaft muss sich fragen, warum – wie schon in der Vorwoche – der Gegner derzeit griffiger, galliger, schneller in den Zweikämpfen ist. So reicht es nicht in der Landesliga.

 

Wer das Spiel noch einmal hören möchte, findet es im Archiv.


Dresdner SC: Kuhl – Sternhagen, Schickor, Telle, Weigel (57. Lehmann) – Roch, Hot, Longoria Pena (42. Goncalves Franco), Rau (79. Nitzsche), Urbanek (87. Al Akied) – Danz

SV Tapfer Leipzig: Schwarze – Nathe, Hinte, Konzok (34. Bergmann), Hopf (72. Gorsler) – Richter (53. Hildebrandt), Wernecke, Aviles Fernandez (68. Lory), Beiersdorf, Dogan (64. Morgenstern) – Markert

Tore: 1:0 Danz (6. Min), 1:1 Beiersdorf (19. Min), 1:2 Markert (24. Min), 1:3 Markert (54. Min), 1:4 Markert (69. Min)

Besondere Vorkommnisse: 58. Min gelb-rote Karte Hot [DSC] (Foulspiel)

Zuschauer: 237


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