Der Dresdner SC at den Rückrundenauftakt gegen die SG Taucha mit 1:5 verloren. Gegen den Tabellenführer zeigten die Friedrichstädter bei Sturm und Dauerregen jedoch eine engagierte Leistung. Die Niederlage fällt mindestens zwei Tore zu hoch aus und ist ganz eng mit dem Namen Brügmann verbunden.
Während die Gäste auf dem kleinen Kunstrasen im Ostragehege in Bestbesetzung antreten konnten, hatte Andre Heinisch zu tun, seinen Kader voll zu bekommen. Fast ein Dutzend Spieler fehlte verletzt, gesperrt, erkrankt oder sonstig verhindert. Dafür kam Julius Nietzsche zu seinem Landesliga-Debüt, der ein Jahr verletzte Timon Weigel begann ebenso, Neuzugang Serhii Lebediev gehörte zu den nur drei Wechslern.
Vor immerhin 112 Zuschauern übernahm der beste Angriff der Liga sofort die Initiative. Taucha spielte über Regionalliga-Neuzugang Florian Brügmann schnell nach vorn und machte dann mit seinen technisch starken Angreifern unserer Abwehr das Leben schwer. Doch der DSC hielt dagegen und verteidigte aufmerksam und mit Leidenschaft.
Nach 25 Minuten war es dann aber soweit. Paul Lehmann zog von links in den Strafraum, wurde von Julius Nietzsche am Fuß getroffen und nahm den Kontakt dankbar an. Florian Brügmann verwandelte sicher. Nur fünf Minuten später schlenzte Joel Lehmann von rechts einen Ball in die Mitte, der an Freund und Feind vorbei ins Netz flog. Ein Tauchaer sprang noch artistisch in die Flugbahn, war aber offenbar nicht mehr dran. 2:0 für die Gäste.
Der DSC tat sich nach vorn schwer. Die besten Chancen vergaben Timon Weigel, dessen Freistoß von der Strafraumgrenze erst an der Mauer und von da knapp neben dem Tor landete. Noch besser war die Chance von Dzenan Hot, der frei vor dem Tor aber den Ball nicht perfekt traf, so dass Tauchas Keeper den Schuss nach Hereingabe von rechts halten konnte.
Nach der Pause drehte sich aber das Spiel. Der DSC stellte jetzt um und damit die Tauchaer vor Probleme. Und die Schwarz-Roten belohnten sich. In der 50. Minute brachte Weigel einen Freistoß scharf nach innen und am langen Pfosten stand Dzenan Hot goldrichtig!
Der DSC blieb jetzt am Drücker und Taucha war spürbar verunsichert. Die langen Bälle der Gäste segelten jetzt planlos ins Aus, der Keeper begann mit Zeitspiel. Leider konnte der DSC die Drangphase nicht zu einem zweiten Tor nutzen. Die beste Chance dazu vergab Kevin Urbanek aus spitzem Winkel.
Und dann konnten die Gäste leider nachlegen und Felix Brügmann einwechseln. Bruder von Florian Brügmann, Stürmer und vergangene Saison ebenfalls noch Regionalliga-Stammspieler. Und der Joker stach sofort. In der 73. Minute fand Taucha einen langen Ball auf Joel Lehmann, der an der Strafraumgrenze zur Grundlinie ging, dann in die Mitte flankte, wo Brügmann am langen Pfosten einköpfte.
Der DSC versuchte anschließend, noch einmal den Anschluss herzustellen, machte damit aber Räume auf, die Taucha eiskalt nutzte. In den Schlussminuten war es noch zwei Mal Brügmann, der letztlich einen Hattrick feiern konnte.
Damit verliert der DSC am Ende mindestens zwei Tore zu hoch. Die gezeigte Leistung gegen das aktuelle Top-Team der Liga sollte aber Mut machen für die kommenden Aufgaben!
Wer das Spiel noch einmal hören möchte, findet es im Archiv.
Dresdner SC: Kuhl – Nitzsche, Nguyen, Danz, Weigel (76. Schickor) – Urbanek, Lehmann, Goncalves Franco (84. Al Akied), Rau, Longoria Pena (67. Lebediev) – Hot
SG Taucha: Grune – Richter (64. Fe. Brügmann), Klatt (79. Tzeuschner), Günther, Sura – Butzke, P. Lehmann (76. Kaba), Fl. Brügmann (87. Abdelrahim), Morgenstern, J. Lehmann – Brehm (87. Bryks)
Tore: 0:1 Fl. Brügmann (FE/25. Min), 0:2 J. Lehmann (30. Min), 1:2 Hot (50. Min), 1:3 Fe. Brügmann (73. Min), 1:4 Fe. Brügmann (90.+3. Min), 1:5 Fe. Brügmann (90.+6. Min)
Zuschauer: 112


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