Als wir uns Mitte Dezember in die Winterpause verabschiedeten, war die Stimmung recht eindeutig: Gott sei Dank war es das erstmal. Sportlich, personell, stimmungstechnisch – der DSC kroch im Dezember auf dem Zahnfleisch. Zwei Monate später naht die Rückrunde. Wir versuchen uns in einer Zusammenfassung.
Die Mannschaft:
Gleich vier Spieler musste Andre Heinisch in der Pause verabschieden. Mit Willi Pratsch und Emil Günther sind zwei Spieler weg, die zumindest zum erweiterten Stamm gehörten. Zudem gehen mit Oliver Mätzler und Leart Neimi zwei Jungs, die kaum bis gar nicht zum Zuge kamen.
Mätzler kam als Kapitän der Borea-Junioren, konnte sich letztlich aber nicht in der Landesliga durchsetzen. Er versucht es jetzt ein paar Etagen tiefer in Coswig. Bei den anderen drei ist Fußball erst einmal weniger wichtig. Das ist bedauerlich, aber nicht zu ändern. Wenn die Luft raus ist, ist sie raus.
Dafür gibt es mit Serhii Lebediev bisher einen bestätigten Neuzugang, zudem dürften Moritz Mann und Julius Nitzsche in die Landesliga-Elf befördert werden. Und nach den Testspielen kann sich wohl auch Marvin Gabriel Longoria Pena wieder Hoffnung auf mehr machen.
Besonders erfreulich: Nach langer Verletzungspause standen in der Vorbereitung sowohl Benjamin Böse als auch Timon Weigel wieder auf dem Platz!
Die Testspiele:
Trotz des schneereichen Winters konnte unser Team das geplante Testspiel-Programm weitgehend durchziehen. Komplett ausgefallen ist nur das Spiel gegen Cossebaude, die keine Mannschaft zusammen bekamen. Und statt gegen Bülau wurde gegen Neusalza und die Zweite getestet. Dort gabs auch die einzige Niederlage, alle anderen fünf Spiele wurden gewonnen. Allzu hoch bewerten sollte man Testspiele aber sowieso nicht. Kein Team spielt in Bestbesetzung. Es geht um Automatismen und Bewegung auf Wettkampfniveau.
Das Umfeld:
Wir haben eine neue und weitgehend alte Abteilungsleitung, die aus unserer Sicht absolut verdient das Mandat für zwei weitere Jahre bekam. Unser DSC ist auf einem guten Weg, der aber nicht leichter wird. Der Sport ist nicht nur in Dresden absolut unterfinanziert, immer weniger Menschen wollen oder können sich ehrenamtlich betätigen und die Arbeit an der erhofften Vereisheimat und mehr Platzzeiten bleibt ein Mammutprojekt.
Und als wäre das alles nicht genug, hat uns auch noch der Verband auf dem Kieker. Der eigentlich schon freigesprochene Farai bekam für das Laubegast-Spiel doch noch drei Spiele Sperre, zudem hat irgendjemand im Verband beschlossen, dass Wunderkerzen jetzt hochgefährliche Pyrotechnik sind, weshalb unserem Verein nach dem Borea-Spiel eine Strafe droht. Die übrigens auch im zweiten Anlauf, in erster Instanz fand auch das Sportgericht die Idee albern, einen Verein für eine handvoll Wunderkerzen zu bestrafen. Doch der Verband kennt aktuell keine Gnade und geht in die zweite Instanz. Wir hoffen auf Einsicht der Oberen in Leipzig.
Der Ausblick:
Die Rückrunde wird knüppelhart. Hinter uns haben sich mindestens Tapfer und Markranstädt noch einmal verstärkt, bei Lipsia und Thalheim kommt zudem die wachsende Erfahrung dazu. Wir hoffen, dass Andre Heinisch und sein Team die Mannschaft gut vorbereiten konnten, dass möglichst alle Mann gesund, fit und da sind und dass bei Kevin Urbanek mit zwei Treffern im letzten Test dann auch das Abschlussglück zurückkehrt.
Wir freuen uns auf die Rückrunde, ihr hoffentlich auch. Alle Infos zum Auftakt am kommenden Wochenende gibt’s in Bälde bei uns.

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