Mit 0:2 hat der Dresdner SC das Auswärtsspiel beim FV Laubegast verloren. Trotz einer über weite Strecken guten Leistung schlug man sich am Ende selbst – und nimmt zudem eine riesige Hypothek mit in die nächsten Spiele.
Vor 201 Zuschauern konnte Andre Heinisch seine aktuell wohl beste Elf aufbieten. Und die bot dem starken Gastgeber lange Paroli. So hatte Kevin Urbanek nach schönem Pass in die Tiefe die erste Großchance des Spiels, sein Schuss wurde jedoch abgewehrt. Urbanek hatte auch die zweite Großchance des DSC, schoss dann aber nach einer Hereingabe am langen Pfosten übers Tor.
Hinten war die DSC-Abwehr nicht immer fehlerfrei, jedoch durchgehend aufmerksam und gewillt, mit Einsatz und Kampf alle Fehler auszubügeln. Und wo das nicht gelang, war Marius Kuhl zur Stelle, der sich im ersten Abschnitt gleich drei Mal auszeichnen konnte. 5:2 stand es zur Pause nach Großchancen für Laubegast – nach Toren aber 0:0.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft, bot aber nicht mehr die klaren Torchancen des ersten Durchgangs. Auch wenn Laubegast weiter das aktivere Team war, der DSC spielte gut mit und hätte sich das Unentschieden auf jeden Fall verdient gehabt.
Doch dann kam die Schlussphase. In der 84. Minute lief Farai Elmadbouk dem Laubegaster Pohle an der Außenlinie den Ball ab und wollte den Konter einleiten. Pohle hielt unseren Youngster fest und kassierte verdient gelb. Doch leider ließ sich Farai offenbar zu einer Unsportlichkeit hinreißen und sah rot.
Direkt im Anschluss kombinierte sich der DSC dann über den eingewechselten Maxim Lehmann und Lucas Danz nach vorn – und letzterer setzte sich im zweiten Versuch durch und traf. Doch in den Jubel der DSC-Fans mischte sich ein „falscher“ Pfiff – Danz hatte offenbar den Ball irgendwo im Gewühl an die Hand bekommen. Das Tor zählte nicht.
Ja, und dann kam, was kommen musste. Laubegast griff an. Marius Kuhl warf sich in den Ball, wurde vom Stürmer umgerannt – und der Schiri pfiff Elfmeter. Zu allem Überfluss gefielen dem Unparteiischen offenbar die Worte von Paul Augustin nicht – noch mal rot!
Der Elfer war drin. Und als der DSC Dann mit dem Mut der Verzweiflung in Unterzahl noch einmal Angriff, konterte Laubegast clever zum 2:0. Der DSC war geschlagen.
Am Ende eine Niederlage, die nicht nötig war. Hier müssen wir dazu lernen, auch in einem hitzigen Derby in der Schlussphase einen kühlen Kopf zu bewahren. Und ohne Farai und Paul werden die nächsten Spiele nicht eben einfacher. Beide werden sicher nicht mit einem Spiel Pause davon kommen. Alles in allem: ein gebrauchter DSC-Sonntag.
Wer das Spiel noch einmal hören möchte, findet es im Archiv.


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